bloggen mit 300 Baud – das Weblog von Andreas Bischoff
Nachdem das Pediaphon in vielen englisch- und französischsprachigen Blogs erwähnt wurde gab es im Januar einen Pediaphon-Hype.
Ausgelöst durch eHub und lifehacker:
Insgesamt gibt es schon über 300
Blogeinträge zum Pediaphon.
Auf der Learntec 2008 hat das Pediaphon, ausgelöst durch gute Pressearbeit des Learntec-Teams und der Agentur Mann beisst Hund, das ZDF (leider wurde der Kurzbericht nicht ausgestrahlt), 3SAT (ausgestrahlt in der Sendung ‘neues’ siehe ZDF-Mediathek und in der 3SAT-Mediathek, bzw. einfach als ASX für den Windowsmedia Player) und den Deutschlandfunk (Podcast hier) an den FernUni-Stand gelockt. Das Pediaphon war wohl auch der Publikumsmagnet am FernUni-Stand.

Foto: Gesche Quent
Auf der übrigens sehr gut organisierten mobilelearningarena (Dank an die Herren Pinkus [afelio] und Weinreich [mobile-coaching] konnte ich einen Vortrag (Folien) halten
der sehr gut besucht war.

Foto: Gesche Quent
Aktuell zur Learntec 2008 habe ich neue Features für den Telefonieservice des Pediaphons realisiert. Neben einem umfangreichen per Tonwahl zu bedienendem Sprachmenü in Deutsch und Englisch ist es nun auch möglich in den gesprochen Artikeln zu navigieren (vorspulen, zurückspulen, Pause, Ende). Die Eingabe eines Suchwortes ist nun auch direkt per Tonwahl möglich. Die Eingabe funktioniert dann wie bei einer SMS durch mehrmaliges betätigen der Zahlentasten, nur T9 wird nicht unterstützt. Nach jedem eingegebenen Buchstaben gibt es ein englisches Sprachecho. Mit ‘**2′ kann der letzte Buchstabe gelöscht werden. Nach erfolgreicher Eingabe wird nach Bestätigung des Nutzers der Artikel zur Laufzeit generiert. Ein Vorteil dieser Eingabemöglichkeit ist, dass die SMS entfällt und es auch keine Zuordnungsprobleme bei abgeschalteter oder bei internationalen Anrufen möglicherweise nicht funktionierender Rufnummernübermittlung (CallerID) gibt. Außerdem kann nun auch jedes Festnetz- oder auch Internettelefon (SIP oder auch Skype) benutzt werden um das Pediaphon abzufragen. Dieses ist bei einer vorhandenen Festnetz-Flat sogar ohne zusätzliche Kosten möglich.
Eine weitere Besonderheit ist die neue Verwendung eines internationalen Einwahlnetzwerkes (Sipbroker.com) basierend auf VoIP (SIP) . Nun kann das Pediaphon mittels über 300 weltweiten Einwahlnummern in 27 Ländern und 4 Kontinenten erreicht werden. So kann nun kostengünstig, idealerweise jeweils zum Ortstarif oder per VoIP gratis auf das Pediaphon zugegriffen werden.
Ach ja, und eine Beta-Version des Pediaphons für die spanische Wikipedia ist nun online:
http://pediaphon.fernuni-hagen.de/~bischoff/radiopedia/index_es.html
Damit wir nun auch die Wikipedia mit dem zweithöchsten Traffic nach der englischsprahigen unterstützt. Danke an Jorge Garrido für die Übersetzung der Benutzerseite
Es gibt einige Neuerungen zum Pediaphon zu berichten.
Neben der Unterstützung des freien Ogg-Forbis-Audioformates
(aufgrund von Nutzeranfragen) ist nun auch eine ortsabhängige Variante
des Pediaphons entwickelt worden, welche abhängig von der Position
des Nutzers einen möglichst gut passenden Wikipedia-Artikel vorliest.
Viele Wikipedia-Artikel über Orte, Städte, Stadtteile, Monumente,
Gebäude etc. sind seit einiger Zeit in den Artikeln auch mit
GPS-Koordinaten angegeben (Neudeutsch georeferenziert). Ist die Position eines
Benutzers bekannt, kann nun nach Artikeln gesucht werden, die Dinge in
seiner Nähe beschreiben. Das Ganze ist möglich geworden durch das WikiProjekt
Georeferenzierung, wo an der Georeferenzierung möglichst vieler Artikel
gearbeitet wird. Der Webservice
geonames.org bietet ein sogenanntes ‘reverse geocoding’, mit dem zu einem
gewählten Ort die nächstgelegenen georeferenzierten Artikel gefunden werden
können. Diese Dienste werden nun vom Pediaphon automatisch abgefragt,
um den am besten passenden Artikel zu finden und zu sprechen.
Das Pediaphon kann so nun als sprechender Reiseführer zum
kontextabhängigen mobilen Lernen eingesetzt werden.
Das Web-Interface dazu findet sich unter
http://pediaphon.fernuni-hagen.de/~bischoff/radiopedia/gis.html
Hinzugekommen ist nun auch ein kleines Google-Maps Mash-up.
Neben der geschätzten Position des Nutzers (roter Marker) und der Position des
am besten passenden Artikels (blauer Marker) werden vier weitere Artikel
in der Nähe des Nutzers (grüne Marker) angezeigt. Mit einem Klick auf diese Marker kann sofort das Pediaphon mit der Erzeugung der entsprechenden MP3-Version des Artikels beginnen. Realisiert wurde diese Funktionalität mit dem
Google-Maps-API.
Seine Position kann ein Benutzer wahlweise als GPS-Koordinaten im
WGS84-Format, als Gauß-Krüger-Koordinaten, als CellID oder als
Adresse übergeben.

Wenn ein mobiler Benutzer über keinen GPS-Empfänger verfügt, kann er die
sogenannte CellID, die eindeutige Bezeichnung (eine Ziffer)
einer Mobilfunkzelle, mit einigen Mobiltelefonen anzeigen lassen
und zur Lokalisation verwenden (momentan nur O2, mit Hilfe von
Patriks GSM-Seiten). Einige Smartphones,
wie beispielsweise alte Nokia Communicator, neue Nokia Smartphones
und Windows Mobile Geräte (mit spezieller Software,
sehr empfehlenswert: CellProfileSwitcher), erlauben die
permanente Anzeige der CellID.
Alternativ kann
mit jedem Handy im O2-Netz über den Nachrichtenkanal 221
(auch Cell broadcast genannt) die Position des Mastes der aktuellen Mobilfunkzelle kostenfrei empfangen werden. Das sollte jedes Handy beherrschen.
Neben einem Web- und WAP-basierten
ortsbezogenen Dienst ist nun auch ein Telefonie-basierter Location based Service per SMS hinzugekommen. Diese Dienst funktioniert folgendermaßen:
Senden Sie eine SMS mit dem Schlüsselwort ‘pedia’ gefolgt vom Schlüsselwort
‘ort’ und einer Adresse wie bei Google Maps (minimal nur die
Postleitzahl)
oder gefolgt vom Schlüsselwort ‘gps’ und den GPS-Koordinaten
oder
gefolgt vom Schlüsselwort ‘cell’ und der CellID der Mobilfunkzelle
oder gefolgt vom Schlüsselwort ‘gk’ und den Gauß-Krügerkoordinaten der
Mobilfunkzelle
an das Pediaphon: 0151-59111661.
Beispiele:
‘pedia ort Universitätsstr. Hagen DE’ (Adresse wie bei Google-Maps)
oder
‘pedia ort gps 51.377 7.495′ (GPS-Kooordinaten)
oder
‘pedia ort cell 25808′ (O2-GSM-CellID)
oder
‘pedia ort gk 339630569559′ (O2-Gauß-Krüger-Koordinate 12-stellig, kann mit jedem Handy im O2-Netz empfangen werden)
Das Pediaphon spricht nach Anruf der Festnetznummer 0231/1774088 den
Artikel,
der am besten zu Ihrer momentanen Position passt. Lernen Sie kontextabhängig. Benutzen Sie die Wikipedia als sprechenden Reiseführer!
Mal schauen wie gut sich ein Flash-Video in mein Blog intergriert.
Hier als Beispiel der Pioneer 3 AT Roboter per Handy dirigiert.
Und das Ganze per Smartphone mit Video-Stream. Hier wird der Pioneer Roboter mit einem Windows Mobile 2003
(geht auch mit WM5, und WM6 muss ich noch testen geht auch!) Smartphone ohne
Installation zusätzlicher Software direkt im Webbrowser fernbedient. Der MPEG4
Vidiostream wird per ActiveX-Control im Browserfenster eingebettet. Die
Funktionalität ist hier ohne Java auf dem Client mit Hilfe von Javascript
realisiert worden:
Noch mehr Videos gibt es nun in meiner kleinen
Video-Gallerie zu sehen.
Und das GUI zu diesem Video als Screenshot:

Mobiles VoIP / Internet im FernUNI-Campus WLAN-Netz.
Das campusweite FunkLAN der FernUniversität in Hagen ermöglicht, wie auch viele andere an das DFN-Roaming angeschlossene Campus-WLAN-Netze (auch international über eduroam), eine Radius- Authentifizierung über das Tino-CGI-Script ( Tino Is Not Oasis, tino.cgi) von Hannu Teulahti. Gegenüber der alten VPN-Lösung mit dem Cisco VPN 3000 Concentrator ist das schon ein schöner Schritt voran in Richtung Plattformunabhängigkeit (für Palm und Windows CE [PocketPC] basierte PDAs gab es nur die sehr teure Möglichkeit den dazu kompatiblen MovianVPN-Client oder unter Linux einen Sharp Zaurus mit vpnc einzusetzen [beides habe ich vor Jahren erfolgreich praktiziert]), die Standardeinstellung des
Tino-Scripts stößt aber jede Minute einen Reload der Authentifizierungsseite an. Das ist für Nutzer von PDAs mit Stifteingabe oder gar Nutzern von VoIP-WLAN-Telefonen viel zu kurz um die Account-Daten einzugeben.
Hier wird nun ein sehr komfortables Verfahren der Nutzung vorgeschlagen:
Ein kurzer Blick in den generierten HTML-Quellcode des Tino-Skriptes zeigt, dass die Formulardaten leider per POST-Methode übertragen werden. Die GET-Methode wäre für die Nutzung auf einem WLAN-Telefon sehr viel günstiger, da hier einfach der URL vorgelegt mit den Parametern (evt. gefährlich bei Verlust des WLAN-Handys bzw. PDA) in die Bookmarks (Lesezeichen/Favoriten) eingetragen werden könnte.
Ein Blick in den TINO-Sourcecode fördert aber zutage, dass dort das Perl-Modul CGI benutzt wird, welches POST und GET-Methode für die Übergabe unterstützt. Ein paar Experimente ergeben dann den vorbelegten Login-URL:
(an der FernUni Hagen)
https://roaming1.fernuni-hagen.de/tino.cgi?login=l&user=BENUTZERNAME%40fernuni-hagen.de&pass=SUPERGEHEIM
(Benutzernamen und Passwort mit einbauen, für andere Unis einfach adaptieren, das @-Zeichen muss als %40 kodiert werden.)
Erlaubt die direkte Anmeldung mit diesem URL! (als Favorit/Bookmark/Lesezeichen im Telefon/PDA speichen!)
Das Schöne daran: Auch wenn der Browser des Telefons kein vollständiges HTML interpretieren kann und
z.B. WAP 2.0 also XHTML erwartet, klappt die Anmeldung (auch wenn der Browser sich mit einer Fehlermeldung verabschiedet). Einzige Voraussetzung HTTPS also SSL muss vom Endgerät unterstützt werden. Die lästige Anmeldeprozedur entfällt. Das Passwort wird per SSL übertragen, lässt sich also nicht abhören, aber die SIP-Authentifizierung des Telefons geht dann leider, wie auch die Telefonate, unverschlüsselt über das WLAN. Ausprobiert habe ich das Ganze mit einem T-Com TC300 WLAN und VoIP-Mobiltelefon. (Baugleich dazu ist z.B. das twintel von Arcor) Ich verwende aber eine
andere Firmware von Pirelli mit welcher der SIP-Client zuverlässig funktioniert und auch ein richtiger Webbrowser an Bord ist, es sollte aber auch mit der originalen Firmware (die hat aber wie gesagt einen Fehler im SIP-Client, Verbindungsabbruch nach ca. 20 Sekunden z.B. mit Sipgate) funktionieren. Auch für PDAs und Notebooks kann der vorbelegte URL das
FernUni-WLAN komfortaber nutzbar machen. Das Ganze sollte auch mit z.B. Nokia N60 N70 N80 E90 Telefonen funktionieren. Reine WLAN-Telefone ohne (mindestens WAP 2.0) Browser leider funktionieren nicht direkt. Einige dieser Telefone ermöglichen jedoch die Änderung der MAC-Adresse des Gerätes. Dann kann mit Hilfe eines PC kurz die Authentifikation durchgeführt werden und das
Telefon dann mit der MAC des PCs (nicht gleichzeitig mit dem PC!) im Campus WLAN betrieben werden.
Im original Tino-Script findet sich übrigens noch ein Debug-Parameter
‘list’, damit gibt es noch eine sehr interessante Anwendung:
https://roaming1.fernuni-hagen.de/tino.cgi?list=true
Dieses Verfahren erlaubt u.A. auch ein automatisches Login für unseren Pioneer 3 AT Roboter in das FernUni-Campusnetz ohne lästige (fehleranfällige [und binäre]) VPN-Lösung.
Ich präsentiere vom 15. bis zum 21. März auf dem Gemeinschaftsstand der Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus NRW (Halle 9, Stand C 16) den Pioneer-Mobilroboter des Lehrgebietes Prozesssteuerung und Regelungstechnik und das Pediaphon für die FernUniversität in Hagen.
Links dazu:
Update:

Andreas Krautscheid, Regierungssprecher der Landesregierung NRW und Staatssekretär für Medien, besucht das Exponat des Lehrgebietes PRT auf der CeBIT 2007.
Und hier noch ein Bericht auf den Lehrgebietsseiten
Ich präsentiere das Pediaphon auf der Learntec 2007 in Karlsruhe auf de Stand der FernUniversität in Hagen.
Unsere Presseabteilung schreibt dazu:
Der M-Learning-Dienst Pediaphon des Lehrgebiets Prozesssteuerung und Regelungstechnik verwandelt deutsch- und englischsprachige Texte aus der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia in gesprochene MP3-Dateien und Podcasts. Wissensdurstige können sich diese unterwegs vorlesen lassen, statt z. B. Musik zu hören: Das Pediaphon kann webbasiert oder mit jedem Mobiltelefon genutzt werden. Unterwegs genügt eine SMS, um die Abfrage zu starten. Diese Dateien lassen sich dann problemlos beispielsweise auf einen MP3-Player laden oder sich einfach direkt per Mobiltelefon anhören.
Der Stand der FernUniversität ist zu finden in der dm-arena der Messe Karlsruhe, Stand C 95.
Die Learntec 2007
Das Pediaphon
Ich habe nun auch einen WAP 1.1 (WML)-Zugang zum Pediaphon fertig gestellt. Ebenso wie für die reine Mobiltelefon-Lösung (SMS-Interface zu Pediaphon) habe ich auch die WAP-Version nun zweisprachig, für das deutschsprachige und das englischsprachige Wikipedia realisiert.
Die URLs lauten:
http://pediaphon.fernuni-hagen.de/~bischoff/radiopedia/sms.html
und
http://pediaphon.fernuni-hagen.de/~bischoff/radiopedia/sms_en.html
Ich habe nun eine neue Funktionalität in das Pediaphon integriert. Mobile
Nutzer mit einfachen Mobiltelefonen ohne teures mobiles Internet können eine
Anfrage per SMS auslösen. Ein weiterer Anruf auf einer deutschen
Festnetznummer erlaubt es dann die vom Pediaphon erzeugte Sprachversion des
Wikipedia-Artikels zu hören.
Vorteile:
—-> Wikipedia wirklich überall verfügbar! (m-learning)
Noch beta, basiert auf iec16022.
Hier ausprobieren:2D-Barcode Generator
Und so sieht das Ergebnis aus (hier der URL dieses Blogs):

Diese 2D-Barcodes eignen sich wunderbar um z.B. URLs zu kodieren, die mit
Kamera-Mobiltelefonen mit Hilfe einer Erkennungssoftware
ausgelesen (z.B. Quickmark, erhältlich für viele Smartphones (Symbian und
Windows Mobile) und Windows) werden können.
Für den Benutzer entfällt hiermit das lästige eintippen von URLs auf der
limitierten Tastatur eines Telefons. Siehe auch Semapedia.org. Mein Generator
funktioniert im Gegensatz zu Semapedia mit nahezu beliebigen URLs.
Sehr spannende Vorträge von Dr. Marcus Specht (ou.nl) und Herrn Andre Moeller von
der Deutschen Welle. Die Deutsche Welle setzt verstärkt auf
Podcasting-Angebote. Herr Moeller stellte aber auch WAP- und J2ME-basierte
Sprachkurse vor. Herr Specht setzte den Fokus auf LBS (GPS, auch
WLAN-Lokalisation
. Er hat in der Pause auch meinen Semapedia-Tag zum
Pediaphon gestestet.
Auch sehr spannend: Oliver Pincus von der afelio GmBH. Technisch sehr
fundiert und durchdachte Angebote. Er stellte das betriebliche Umfeld von
mobile learning dar (z.B. Betiebsvereinbarungen die es verbieten private
Geräte mit dem Firmennetz zu verbinden
. Er beleuchtete auch kritisch die (teilweise überzogenen) Erwartungen der
Anwender an mobile Internetanwendungen.